Zurück zur Autoren-Übersicht

 


Roland Lampe

geb. 1959 in Berlin, gelernter Bank- und Bürokaufmann, 1982-1985 Studium am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“, Archiv- und Bibliotheksmitarbeiter, lebt in Berlin


Veröffentlichungen (Auswahl)

Der Besuch der Tante. Kurzgeschichten, Qwertz-Verlag Berlin 2001; Tage mit Trost oder: Das Leben kann so schön schwer sein. Kurze Geschichten, Nora-Verlag Berlin 2003; Glück ist das Ende aller Poesie. Kurzprosa, mit Illustrationen von Robert Schleder, ERATA 2005; Alles dreht sich um nichts, Kurzprosa, mit Zeichnungen von Jürgen Peters, ERATA 2008

Stimmen zu Roland Lampe

"Seine Stärke ist die kleine Form." Wortspiegel 46-2008

"Der Berliner Autor hat längst seinen eigenen sprachlichen und ikonographischen Kosmos erschaffen." goon 06-2008

"hintersinnige Gedanken und feinsinnigem Humor - treffsicher auf den Punkt gebracht." Alternativ-Art, 02-2006

Rezensionen

"Herr Lampe, langjähriger Autor des Wortspiegel, legt wieder einmal ein inhaltsschweres Büchlein vor, das man mit Lesespaß, Schmunzeln und Besinnlichkeit genießen kann. Seine Stärke ist die kleine Form. Gelungenes Spiel mit den Wörtern, den Sentenzen und dem Hintersinn. Auf 146 Seiten verführt er den Leser, seinen Gedanken über die Liebe und das Herzeleid, über Sehnsucht und Einsamkeit, über das Altern und über die Natur zu folgen. Manches ist zum Spätschmunzeln gedacht, durch anderes schimmert Verbitterung und große Hilflosigkeit. Die Illustrationen von Jürgen Peters sind eine sehr passende Ergänzung. Man hat das Gefühl, verzerrte Bilder auf dem Display des Navigationsgerätes zu sehen. Stimmend in der Totale und genau im Detail. Das Büchlein ist empfehlenswert." Prof. Dr. Margrit Pawloff, Wortspiegel 46-2008

"Man möchte an Nietzsche denken. Den großen Sucher. Als Nihilist verkannt. Es sei leichter etwas zu verneinen, konstatierte er. Auch Roland Lampe verneint: »Seine Sinne sind erfroren, sein Körper ist ein Eiszapfen, / und wenn er den Mund aufmacht, schneit es«, heißt es gleich im Auftakt, passend »Gleichgültigkeit« betitelt. Doch das Abwehrende, Resignierte bedeutet nur eine Facette im unheimlich spannungsreichen Dramaturgiebogen der aufs Minimalste reduzierten Prosa. Lampe erzählt von der verstörenden Dominanz eines übermächtigen Vaterbildes, von der Endstation Pflegeheim, von der Introvertiertheit der Paare, deren Schweigen zur emotionalen Nekrose mutiert. Jeder Satz, jedes Wort passt genau. Stellenweise an Kafkas ultra verkürzte Prosa wie »Die Bäume« erinnernd hat der Berliner Autor längst seinen eigenen sprachlichen und ikonographischen Kosmos erschaffen. Ein Band, der trotz der wenigen Worte lange zu begeistern weiß." Roland Klein, goon, 06 / 2008

"Warum eine erfüllte Liebe das Ende des poetischen Schaffens bedeuten könnte, erläutert der Auftakt, gleichzeitig Namensgeber des neuen Büchleins Roland Lampes. An der Schnittstelle zwischen Kurzprosa, Lyrik und Aphorismus bettet sich der Berliner Autor seine Beobachtungen zwischen hintersinnige Gedanken und feinsinnigem Humor - treffsicher auf den Punkt gebracht. Die poetische Sprache kontrastieren die strengen geometrischen Formen des Grafikers Robert Schleder und öffnen damit gleichzeitig einen ästhetischen Spannungsbogen. Ideal, um die kalten Jahreszeit lesend auszublenden!" Alternativ-Art, 02-2006

"Die Illustrationene des mitwirkenden Robert Schledel sind von tangramhafter Schlichtheit und ergänzen die kompakten Prosaminiaturen auf kongeniale Weise. Der Rezensent empfiehlt das kleine Werk als ideale 'Lektüre für Minuten'." Der Kiezbote, März/April 2006

"Lampe schreibt und rebelliert gegen die Vergänglichkeit." Reinhard Kranz, Signum Wortspiegel, 38, 2006

"Der Alltag drängt mit Macht in den abgeschotteten Raum einer poetischen Existenz. Aber das Alltägliche hat seinen gewöhnlichen Trott verloren." Klaus-Dieter Schönewerk, ND vom 4. 5. 2006

"In scheinbar extrem kurzen Sätzen werden Erfahrungen, Gefühle komprimiert, die einen davon abhalten, gleich weiterblättern zu wollen - zu wertvoll scheint der Gedanke, um gleich gegen den nächsten verwässert zu werden. Die abstrakten Illustrationen von Robert Schleder entfalten dazu ihre eigene Sogwirkung, die man sich bei einem flüchtigen Durchblättern noch gar nicht vorstellen mag." Robert Andres, b u s, 3/2006

Vom Bücherlesen und Mädchenküssen

Marlies Schnaibel in der Märkischen Allgemeinen vom 10. 3. 2008 zu Roland Lampes Kurzprosa


Alles oder Nichts

Oranienburger Generalanzeiger vom 12. 3. 2008
Lesen Sie den ganzen Artikel

 


 


Textprobe
aus: Glück ist das Ende aller Poesie,
Alles dreht sich um nichts

Zu den Büchern !